Viele nehmen automatisch an, dass ein externer Datenschutzbeauftragter mehr Kosten verursacht als ein interner Datenschutzbeauftragter, weil der eigene Mitarbeiter schon bezahlt wird und somit keine Mehrkosten verursacht. Deshalb sollte zunächst betrachtet werden welche Kosten ein externer DSB nicht verursacht.

Da er ein Experte auf seinem Gebiet ist und als Dienstleister selbst für das Vorhandensein und die Aktuallität seiner Kenntnisse verantwortlich ist, muss das Unternehmen bei ihm nicht für Schulungen, Fortbildung etc. aufkommen wie es bei einem internen DSB der Fall ist.

Zudem ist ein weiterer Aspekt von besonderer Bedeutung: Ein interner Datenschutzbeauftragter muss für diese Funktion von den Aufgaben, die er sonst ausübt, ganz oder teilweise freigestellt werden und steht damit für diese nicht mehr oder nicht mehr voll zur Verfügung, was durchaus in wirtschaftlicher Hinsicht zu hinterfragen ist.

Ein weiterer Vorteil eines externen DSB ist, das er nicht dem Kündigungsschutz nach § 6 BDSG Abs. 4 unterliegt:

Die Abberufung der oder des Datenschutzbeauftragten ist nur in entsprechender Anwendung des § 626 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zulässig. Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist unzulässig, es sei denn, dass Tatsachen vorliegen, welche das Unternehmen zur Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist berechtigen. Nach dem Ende der Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte oder als Datenschutzbeauftragter ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses innerhalb eines Jahres unzulässig, es sei denn, dass der Arbeitgeber  zur Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist berechtigt ist.




Anrufen
Email
Info